«Der Freischütz»

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Nach «I Lombardi», «Nabucco» und «Macbeth» von Giuseppe Verdi, «Moses» von Gioachino Rossini und «L’Elisir d‘Amore» von Gaetano Donizetti, führen die Verantwortlichen des Vereins opera viva Obersaxen mit «Der Freischütz» von Carl Maria von Weber zum ersten Mal eine deutsche Oper auf. Nach fünf erfolgreichen Aufführungen von italienischen Opern, fügt sich «Der Freischütz» mit seinem Thema um Jagd und Liebe perfekt in das Operndorf Obersaxen ein.

«Der Freischütz» ist eine romantische Oper in drei Akten von Carl Maria von Weber (1786–1826). Das Libretto stammt von Johann Friedrich Kind, nach der Erzählung «Der Freischütz» aus dem Gespensterbuch von August Appel und Friedrich Laun. Die Uraufführung war am 18. Juni 1821 im Schauspielhaus von Berlin.

«Der Freischütz» gilt als die deutsche Volksoper schlechthin, in der das typisch deutsche sowohl in der Sujetwahl wie in der Musik optimal zum Ausdruck kommt. Das Wirken übernatürlicher Kräfte, der bedrohliche Wald, die entfesselten Naturgewalten, Jagdszenen und volkstümliche Feste sind Elemente, die Weber erstmals für seine Oper einsetzt.

Die Oper erzählt, nach einer volkstümlichen Überlieferung, die Geschichte eines Mannes, der seine Seele an den Teufel verkauft. Die Uraufführung am 18. Juni 1821 war ein grosser Erfolg. Weber verleiht in diesem Meisterwerk den diabolischen Kräften menschlicher Leidenschaft einen prägnanten Ausdruck. Viele Komponisten, darunter auch Richard Wagner, liessen sich von den Themen und der brillanten Instrumentierung beeinflussen. Weber gelingt die dramatische Ausgestaltung der Gegensätze Gut und Böse, Vorsehung und Zufall, Liebe und Tod.

Zur Handlung

Den Jägerburschen Max plagt die Angst. Schon seit Wochen trifft er beim Schießen nicht mehr ins Schwarze. Und ohne erfolgreichen Probeschuss kann er weder die Erbförsterei Kuno‘s übernehmen, noch dessen Tochter Agathe heiraten. Der Jäger Kaspar überredet Max, dunkle Mächte heraufzubeschwören und im Schutze der Nacht in der Wolfsschlucht Freikugeln zu gießen, die ihr Ziel niemals verfehlen. Doch der Pakt mit dem Teufel hat es in sich – Max verliert sich im Leichtsinn und Agathes Albträume und Todesahnungen scheinen plötzlich wahr zu werden.